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Tepe Sialk – ein praehistorisches Siedlungsgebiet

Tepe Sialk  ist ein  prähistorisches Siedlungsgebiet aus dem 5.  bis 3. Jahrtausend nahe bei der Stadt Kashan. Um 3000 v. Chr. war Tepe Sialk durch eine schreckliche Brandkatastrophe zerstört worden und jegliche Siedlungstätigkeit hatte abrupt geendet. Zweitausend Jahre lang blieb die Gegend unbewohnt. Erst als um 1000 v. Chr.  indoiranische Stämme einwanderten, wurde das Gebiet wieder besiedelt.   Man unterscheidet zwei Siedlungshügel,  Tell A und Tell B. Interessant ist der Totenkult der Bevölkerung in der frühesten Siedlungsepoche (5. Jahrtausend):  die Toten wurden vor der Bestattung mit roter Farbe bemalt und in Hockerstellung unter  den Wohnhäusern beigesetzt.  Weshalb die Siedler den Hügel A verliessen und ganz in der Nähe neue Siedlungen errichteten, ist unbekannt. Die um 1000 v. Chr. eingewanderten Stämme bauten Häuser aus Lehmziegeln, die Stadt wurde mit Mauern und Türmen befestigt,  und ausserhalb der Stadt wurde eine Nekropole angelegt. Die schönsten Keramikfunde stammen aus dieser Zeit: hellgrundige, teilweise mit langen Schnäbeln versehene Gefässe, dunkelrot bemalt,  beliebt waren Tierdekorationen. Das  archäologische Gebiet ist über und über mit Scherben bedeckt und wird  scharf bewacht – auf keinen Fall sollte man sich nach irgendwelchen Scherben bücken.  

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